Seit 2015 setzt die Wissenschaftsstadt Darmstadt, nach einem Beschluss des Magistrates unter Federführung des Sozialdezernates von Stadträtin Barbara Akdeniz das „Mediendiplom“, als ein Medienbildungs- und Präventionsprojekt für Kinder und Jugendliche in Kooperation mit dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen um. Im Rahmen dessen fanden dieses Jahr bereits 2 Kindermedienkongresse statt auf die nun ein Jugendmedienkongress, der im Prinz Emil Schlösschen stattfand folgte.

Stadträtin und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz begrüßte die 60 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die aus der Stadteilschule Arheilgen, der Lichtenbergschule, der Viktoriaschule, der Erich-Kästner Schule und der Wilhelm-Leuschner Schule angereist waren.

André Ponzi der aus Darmstadt stammende Landesschulsprecher, ermunterte die Schülerinnen und Schüler sich positiv mit den Möglichkeiten der digitalen Medien zu beschäftigen.

Den Demokratischen Bezug zwischen Gesellschaft und Internet stellte Felix Münch vom Referat Jugend der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) in seinen Grußworten her.

Jan Rathje und Peter Holnick starteten den inhaltlichen Teil der Veranstaltung mit Keynotes zum Themenkomplex „inszenierte Medienrealität“ und erläuterten an Bild- und Filmbeispielen Strategien von Unterhaltungsindustrie, Berichterstattung und auch Politik, die verdeutlichten, dass im Fernsehen nicht immer die Wahrheit gezeigt wird.

In verschiedenen Workshops konnten dann die 11- 15 jährigen Jugendlichen ihre Medienkompetenz erweitern.

 

Jan Ruland erklärte anhand von Filmbeispielen wie Manipulation in Bilder und Filmen nachgewiesen wird

Fiona Bayer erarbeitete mit den Jugendlichen was beim Nutzen von sozialen Netzwerken wichtig ist und benutzte dabei das vom MuK Hessen entwickelte  Socialmedia-Spiel ComMediacate

Jan Rathje leite den Workshop zu Filmtricks mit Greenscreen und Apps und ließ die Darmstädter Jugendlichen in „Harry Potter Landschaften“ erscheinen

Anne Schmitt zeigte wie mit der Produktion von Comics Themen visuell aufbereitet werden können und dokumentierte mit den Jugendlichen den Kongress

Mitsch Schulz erarbeitete mit Jugendlichen im Rahmen eines Partizipationsworkshops, welche Ansprüche ein junger Mensch an seine Heimatstadt, seine Schule und auch an das Elternhaus stellt, um im digitalen Zeitalter selbstbewußt und kompetent leben zu können.

 

Zur Zukunft des Jugendmedienschutzes

Der stellvertretende Direktor der LPR Hessen, Prof. Dr. Murad Erdemir, hat sich in einem richtungsweisenden Vortrag mit zentralen Fragen zu einem zeitgemäßen Jugendmedienschutz auseinandergesetzt. Ausgehend von den juristischen Grundlagen und dem Leitgedanken der Prävention plädiert er für eine aktive, die Medien einbeziehende und gleichzeitig Kompetenz vermittelnde Erziehung
und Bildung. Den Vortrag gibt es ab sofort bei uns als Broschüre und 

hier als Download.

Netzwerk Medienbildung

Das Netzwerk Medienbildung Südhessen ist ein Netzwerk für den Austausch über Medienbildung im Sinne eines zeitgenössischen Jugendmedienschutzes.